Der Mailman-ssls-Patch vom 18.07.2009 enthält Fehler. Mails können unverschlüsselt versandt werden, wenn der Schlüssel des Empfängers ungültig ist, obwohl im das Webinterface "Force" (erzwingen) ausgewählt wurde. Außerdem können Administratoren keine Schlüssel austauschen, beim Austragen eines Mitglieds wird der alte Schlüssel nicht gelöscht. Die ersten beiden Fehler sind mit dem folgenden Patch gegen das hier verlinkte Sourcecode-Paket leicht zu beheben:
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Samstag, 22. August 2009
Mailman-ssls 2.1.12 kleinere Bugfixes
Montag, 27. Juli 2009
Mailman-ssls 2.1.12 Sourcecode
In diesem Eintrag zu Mailman-ssls ist der gepatchte Code in Version 2.1.11 verlinkt.
Hier nun die neue Version: mailman-ssls-2.1.12.tar.bz2 herunterladen.
Und noch zwei Ergänzungen:
• Ich würde beim configure-Durchlauf noch
• Unbedingt beachten: Nur die englischen Templates der Weboberfläche wurden gepatcht. Die deutsche Oberfläche erlaubt es nicht, öffentliche Schlüssel der Listenteilnehmer einzutragen, und Mailman-ssls treibt Admins, die es auf anderen Wegen versuchen, in den Wahnsinn.
Hier nun die neue Version: mailman-ssls-2.1.12.tar.bz2 herunterladen.
Und noch zwei Ergänzungen:
• Ich würde beim configure-Durchlauf noch
--with-mail-gid=nogroup anhängen, um Ausführungsproblemen vorzubeugen.• Unbedingt beachten: Nur die englischen Templates der Weboberfläche wurden gepatcht. Die deutsche Oberfläche erlaubt es nicht, öffentliche Schlüssel der Listenteilnehmer einzutragen, und Mailman-ssls treibt Admins, die es auf anderen Wegen versuchen, in den Wahnsinn.
Mittwoch, 15. April 2009
verschlüsselte Mailinglisten mit Mailman-ssls
Für verschlüsselte Mailinglisten gibt es verschiedene Ansätze. Leicht ist das Leben, wenn man Mailman-ssls einsetzt. Die erweiterte Version kann all das, was die verbreitete Mailingslistensoftware Mailman auch kann, beherrscht zusätzlich aber diverse Verschlüsselungsfeatures.
Mails an die Liste werden nur noch mit dem Listenschlüssel verschlüsselt, Mailman-ssls entschlüsselt die Mails und verschlüsselt sie dann wieder für jeden Abonnenten einzeln. Nicht verschlüsselte Mails können abgelehnt werden, Empfänger ohne Schlüssel bekommen keine Kopie. Natürlich müssen die öffentlichen Schlüssel der Empfänger dem Server zur Verfügung stehen. Mailman-ssls hat dafür eine Verwaltungsfunktion.
Der große Vorteil von Mailman-ssls ist, dass die Listenteilnehmer nicht die Schlüssel aller anderen haben müssen oder gar selbst in ihren Mailprogrammen Listen pflegen. Den Komfortgewinn bezahlt man mit ein wenig Zentralismus, was auch ein Nachteil ist, denn der Server muss unbedingt absolut sicher sein, sonst könnten alle Listenmails offengelegt werden. Das heißt, er muss vor Hackerangriffen, aber auch vor physikalischem Zugriff sicher sein. Wie so oft läuft das schnell auf die Frage hinaus, ob man seinem Hoster vertraut, doch dies soll hier nicht diskutiert werden.
Erhalten bleibt auf jeden Fall der Vorteil, dass Mails auf der eigenen Festplatte verschlüsselt abgelegt bleiben, Angriffe gegen einzelne Teilnehmer einer Cryptoliste sind also nicht erfolgversprechender als sonst auch. Mailman-ssls führt aus Sicherheitsgründen standardmäßig kein Archiv und beherrscht OpenPGP-Schlüssel genauso wie X.509-Zertifikate.
Leider hat sich die Einrichtung auf einem Debian-System als etwas schwierig erwiesen, den weiten Weg zum Ziel fasse ich in diesem HowTo zusammen. "verschlüsselte Mailinglisten mit ... »
Mails an die Liste werden nur noch mit dem Listenschlüssel verschlüsselt, Mailman-ssls entschlüsselt die Mails und verschlüsselt sie dann wieder für jeden Abonnenten einzeln. Nicht verschlüsselte Mails können abgelehnt werden, Empfänger ohne Schlüssel bekommen keine Kopie. Natürlich müssen die öffentlichen Schlüssel der Empfänger dem Server zur Verfügung stehen. Mailman-ssls hat dafür eine Verwaltungsfunktion.
Der große Vorteil von Mailman-ssls ist, dass die Listenteilnehmer nicht die Schlüssel aller anderen haben müssen oder gar selbst in ihren Mailprogrammen Listen pflegen. Den Komfortgewinn bezahlt man mit ein wenig Zentralismus, was auch ein Nachteil ist, denn der Server muss unbedingt absolut sicher sein, sonst könnten alle Listenmails offengelegt werden. Das heißt, er muss vor Hackerangriffen, aber auch vor physikalischem Zugriff sicher sein. Wie so oft läuft das schnell auf die Frage hinaus, ob man seinem Hoster vertraut, doch dies soll hier nicht diskutiert werden.
Erhalten bleibt auf jeden Fall der Vorteil, dass Mails auf der eigenen Festplatte verschlüsselt abgelegt bleiben, Angriffe gegen einzelne Teilnehmer einer Cryptoliste sind also nicht erfolgversprechender als sonst auch. Mailman-ssls führt aus Sicherheitsgründen standardmäßig kein Archiv und beherrscht OpenPGP-Schlüssel genauso wie X.509-Zertifikate.
Leider hat sich die Einrichtung auf einem Debian-System als etwas schwierig erwiesen, den weiten Weg zum Ziel fasse ich in diesem HowTo zusammen. "verschlüsselte Mailinglisten mit ... »
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