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    <title>datenritter blog - Geschreibsel</title>
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    <pubDate>Fri, 04 Jun 2010 09:32:12 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: datenritter blog - Geschreibsel - diese obsession, alles auseinanderzubauen...</title>
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    <title>Datenschutzbremser</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/663-Datenschutzbremser.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a href=&#039;http://blog.datenritter.de/archives/656-Flattr.html&#039;&gt;Flattr&lt;/a&gt; hat durch die quer durch&#039;s Web verteilten eingebetteten JavaScripts die Möglichkeit, massiv Daten über das Nutzerverhalten zu sammeln, etwa so wie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Analytics&quot; title=&quot;Wikipedia: Google Analytics&quot;&gt;Google Analytics&lt;/a&gt;. Den Reiz dieser Daten kann ich nachvollziehen. Aber davon haben &lt;strong&gt;wir Nutzer&lt;/strong&gt; erstmal nix, und ich erwarte da auch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die uns weiterbringen. Was ich erwarte ist, dass gewisse staatliche &quot;Bedarfsträger&quot;, vor allem aber raffgierige Unternehmen Begehrlichkeiten entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &lt;a href=&quot;http://tim.geekheim.de/2010/06/03/i-am-flattered/&quot;&gt;I am flattered&lt;/a&gt; schreibt Tim Pritlove über solche Bedenken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Natürlich werden wir demnächst die typisch deutsche Datenschutz-, Anonymitäts- und Waaaah-Flattr-hat-all-unsere-Daten-und-übernimmt-die-Weltherrschaft-Diskussion führen müssen und ich bin echt froh, dass die Truppe von Flattr in Schweden sitzt und nicht in Hamburg. Aber ich tippe mal, das Netz wird letztlich in Angesicht des unbestritten großen Nutzens des ganzen Projektes auch wieder zur Ruhe kommen. Vielleicht schafft es Deutschland ja auch mal, sich mal mehr den Chancen einer Technologie als nur ihren (theoretischen) Risiken zu widmen. Schöne Grüße auch aus Kalifornien.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier meine Antwort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote class=&quot;kindofaquote&quot;&gt;Ach Tim,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schade, dass Dein einziger Beitrag zur Datenschutzproblematik bei Flattr ein Hinweis auf ein paar angebliche Paranoide ist, mit der Hoffnung, dass &quot;das Netz zur Ruhe kommt&quot;. Ja ja, das böse Netz aber auch, das &lt;del&gt;voller Raubkopien, Bombenbauanleitungen und Kinderpornographie ist&lt;/del&gt;, &lt;del&gt;mit Hasspropaganda radikalisiert&lt;/del&gt; immer überreagiert. Und irgendwo in diesem Internetz lauert der Deutsche als solcher, der &quot;Bedenkenträger&quot;, der ja &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz#Selektive_Informationssuche&quot;&gt;bekanntlich&lt;/a&gt; immer irgendwie übervorsichtig und technikfeindlich ist &amp;ndash; und wenn das Argument schon nicht stimmt, dann ist er zumindest überkritisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, das klingt alles so 1995. Ein bisschen nach &quot;Datenautobahn&quot;, nach BITKOM und BDI. Und sag mal, an welchen Deutschen denkst Du dabei eigentlich? An eine &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Aigner&quot; title=&quot;Wikipedia: Ilse Aigner&quot;&gt;Ilse Aigner&lt;/a&gt; oder doch eher an einen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Weichert&quot; title=&quot;Wikipedia: Thilo Weichert&quot;&gt;Thilo Weichert&lt;/a&gt;? Ist es nicht &quot;typisch deutsch&quot;, über sein eigenes Volk zu meckern? Oh wait, es ist ja gar nicht Deins, Du &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Pritlove&quot; title=&quot;Wikipedia: Tim Pritlove&quot;&gt;bist ja schließlich Brite&lt;/a&gt;. *cough*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Security, Umweltschutz, Usability &amp;ndash; alles Prinzipien, für die sich Leute den Mund fusselig geredet haben, die heute aber selbstverständlich sind. &lt;small&gt;(Ein gewisser übervorsichtiger &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Schneier&quot; title=&quot;Wikipedia: Bruce Schneier&quot;&gt;Herr Schneier&lt;/a&gt; macht das immer noch, sogar von Amerika aus. You get the point.)&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenschutz gehört auch in diese Reihe, und ich denke nicht, dass es &quot;modern&quot; ist, dieser &lt;em&gt;Entwicklung&lt;/em&gt; im Wege zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei doch mal cool, Tim, und bau einen &lt;em&gt;statischen&lt;/em&gt; Flattr-Button in Dein Blog. Dann wird der auch den vielen tausend Leuten, die intelligent genug sind einen Scriptblocker zu nutzen, angezeigt. Ich behaupte: Die sind ein Großteil Deiner Zielgruppe. Oh, ich &lt;a href=&quot;http://mobilemacs.de/&quot;&gt;hoffe&lt;/a&gt; es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade wenn etwas neues, vielversprechendes ausprobiert wird ist die Zeit, nicht einfach unkritisch zu hypen, sondern zu kritisieren und damit zu verbessern. In einem frühen Stadium kann man noch Einfluss nehmen. &quot;Einfach mal ausprobieren&quot; heißt nämlich oft auch &lt;em&gt;einfach mal auf die Nase fallen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Schaden hier ist nicht, dass ein paar Daten futsch sind, sondern dass sich Menschen großflächig daran gewöhnen, ihre Daten oder die von dritten preiszugeben. Muss das sein? Können wir nicht endlich &lt;em&gt;moderner, schneller, besser&lt;/em&gt; sein als das? Anders gesagt: Einfach mal Datenschutz &lt;em&gt;leben&lt;/em&gt;, anstatt immer nur zu &lt;em&gt;nörgeln&lt;/em&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deinen Worten: Datenschutz ist &lt;em&gt;the new shit&lt;/em&gt;. Bitte steh ihm nicht im Weg.&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;p.s.: Ich war mal in Malaysia. Also, die sind da ja viel paranoider&amp;hellip;&lt;/small&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 03 Jun 2010 11:56:00 +0200</pubDate>
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    <category>datenschutz</category>
<category>flattr</category>
<category>verbraucher</category>

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    <title>im Jahr zweitausendzehn</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/642-im-Jahr-zweitausendzehn.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Schon irgendwie seltsam. Ich tippe Buchstaben auf meinen Bildschirm, und die erscheinen fast im selben Moment in einer ganz anderen Stadt in einer ganz anderen Straße auf einem anderen Bildschirm. Plopp. Einfach so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer hätte, sagen wir, 1988 gedacht, dass wir auf diese Art Unterhaltungen führen würden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals gab es noch den Quelle-Katalog. Und CB-Funk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, und Zeitungen und so Zeug. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Apr 2010 05:15:00 +0200</pubDate>
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    <category>chat</category>
<category>internet</category>

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    <title>die neue Schlichtheit</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/614-die-neue-Schlichtheit.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Letztes Jahr noch war das geekoide &lt;a href=&#039;http://blog.datenritter.de/archives/452-selbstgebaute-Leucht-Weihnachtskarten.html&#039;&gt;Weihnachtskartenbasteln mit LEDs&lt;/a&gt; angesagt. Dieses Jahr nun ist das Lichtbaumfest eher bescheiden. Der Baum mit seiner Doppelspitze sei so schön, dass ein paar Lichter genügen, so wurde es beschlossen und umgesetzt. Sattes Grün statt seelenlos bedampfter Glaskugeln, jawohl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:134 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;477&quot;  src=&quot;http://static.datenritter.de/lichtbaumfest/lichtbaum2009.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bei der Entstehung dieses Fotos wurden keinerlei Photonen gequält.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig, das Foto entstand &lt;em&gt;ohne Blitzlicht&lt;/em&gt;, wie es sich gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere feiern übrigens &quot;&lt;a href=&quot;http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/12/happy-newtonmas.php&quot;&gt;Newtonmas&lt;/a&gt;&quot;, schmücken einen &lt;em&gt;Apfelbaum&lt;/em&gt; und singen &lt;em&gt;Oh Gravity&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Gravity, gravity,&lt;br /&gt;
Keeps us on the ground.&lt;br /&gt;
An apple fell on Newton&#039;s head,&lt;br /&gt;
What goes up comes down.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(Zur Melodie von &quot;Jingle Bells&quot;.) 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 26 Dec 2009 16:52:00 +0100</pubDate>
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    <category>humor</category>

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    <title>Bodogate und Redefreiheit, Holocaustleugner und Nörgler</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/583-Bodogate-und-Redefreiheit,-Holocaustleugner-und-Noergler.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Vor ein paar Tagen hatte ich &lt;a href=&quot;http://blog.datenritter.de/archives/579-Wirklichkeitsblasen-und-Meinungsfreiheit-Gedanken-zum-Fall-Bodo.html&quot;&gt;zwei Beobachtungen zu &quot;Bodogate&quot; beschrieben&lt;/a&gt;, den weitaus größeren Teil auch als Reaktion auf einen &lt;a href=&quot;http://julia-seeliger.de/meinungsfreiheit-schwachfug/&quot;&gt;Artikel von Julia Seeliger&lt;/a&gt;. &quot;Bodogate&quot; diente dabei eigentlich nur als Aufhänger. Bodos Äußerungen sind natürlich ein Problem, völlig egal, wie man nun genau über Redefreiheit denkt. Ich wollte unter Punkt 2 klarstellen, dass unser Verständnis von Meinungsfreiheit &amp;mdash; und das ist keine Wertung! &amp;mdash; nicht &lt;strong&gt;pauschal&lt;/strong&gt; als richtig angenommen werden darf. Wenn schon, dann sollte man erstmal verstehen, &lt;strong&gt;warum&lt;/strong&gt; es das Verbot der Holocaustleugnung durch &lt;a href=&quot;http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html&quot;&gt;§ 130 StGB&lt;/a&gt; bei uns gibt, anderswo aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thilo &lt;a href=&quot;http://ritinardo.wordpress.com/2009/07/10/moral-vs-redefreiheit-argumentationen-um-die-piratenpartei-herum/&quot;&gt;hat das nicht verstanden&lt;/a&gt; und findet die &quot;Diskussion auf Meta-Ebene&quot; &quot;unsensibel&quot;. Und er fragt:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wieso gerade am Beispiel des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte eine Debatte um Redefreiheit führen?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Nun, man könnte natürlich auch über weniger dunkle Kapitel sprechen, aber da gibt es &lt;em&gt;keine Verbote&lt;/em&gt;. Und § 130 StGB verbietet eben nur die Leugnung des &lt;em&gt;Holocausts&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Anderen Unsinn&lt;/em&gt; darf man hierzulande nach Herzenslust erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.fukami.io/archives/2009/07/10/umgang-mit-revisionisten-holocaustleugnern-hate-groups-und-nazis/&quot;&gt;Der Blogger fukami schreibt&lt;/a&gt; passend dazu, nachdem er bemerkt hat, dass ihm spontan die Argumente gegen Revisionismus fehlten:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Meine Meinung zu den entsprechenden Strafgesetzen ist noch nicht so ganz ausgereift. Während Zündel und andere Spinner meinetwegen im Knast versauern können und ich nachvollziehen kann, dass die Opfer und deren Angehörige grossen Schmerz bei Äusserungen von derlei Rassisten empfinden, so glaube ich dennoch, dass wir uns der Verantwortung für das Andenken anders stellen müssen als durch das Strafrecht.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel &quot;&lt;a href=&quot;http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/freiheit-auch-fuer-irre&quot;&gt;Freiheit auch für Irre&lt;/a&gt;&quot; bei netz-gegen-nazis.de bläst ins gleiche Horn und nennt ebenfalls Argumente gegen das Verbot:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Warum verhandelt ein deutsches Landgericht fünfzehn Monate lang gegen politisch fehlgeleitete Rentner oder wirre Rechtsanwälte? Beim Völkermord an den Juden handelt es sich schließlich um ein Staatsverbrechen, das durch zahllose Dokumente, Zeugenaussagen und Geständnisse belegt ist. Daran können Zündel und seine braunen Gesinnungsgenossen überhaupt nichts ändern.&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
Doch Urteile gegen Holocaust-Leugner wie Zündel werden die Neonazi-Bewegung nicht schwächen. Im Gegenteil - mit jedem Urteil hat sie einen Märtyrer mehr. Einen, der sich der vermeintlichen &quot;jüdischen Weltverschwörung&quot; entgegenstellt und der bereit ist, für diesen Wahn auch noch ins Gefängnis zu gehen. Im Kampf gegen Neonazis nämlich schaden solche Prozesse und Urteile mehr als sie nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was noch schwerer wiegt: Sie unterhöhlen die durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützte Meinungsfreiheit. Dieses Recht, jede noch so abwegige These, aber auch jeden Unsinn und sogar schlimme Unwahrheit verbreiten zu dürfen, findet seine Einschränkung lediglich dort, wo konkrete Personen verunglimpft und Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Deshalb ist auch das Zitat &quot;Soldaten sind Mörder&quot; durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Weil dadurch eben keine konkrete Person benannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die Holocaust-Leugner] wollen die westlichen demokratischen Gesellschaften (...) vorführen und zeigen, dass die von ihnen hochgehaltenen Freiheitsrechte nur Heuchelei seien. Und sie wissen natürlich, dass sie Deutschland und den Westen beim Thema Holocaust an einer sehr empfindlichen Stelle treffen.&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
Das Bundesverfassungsgericht hat zwar entschieden, die Leugnung des Holocaust sei nicht durch Artikel 5 Grundgesetz gedeckt. Weil dies keine Meinungsäußerung sei, sondern eine Tatsachenbehauptung, die &quot;erwiesen unwahr&quot; sei. In den USA, in Kanada und auch Großbritannien hingegen wird dies anders gesehen - so unerträglich es auf den ersten Blick erscheinen mag.&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
Statt die deutsche Praxis zu exportieren, sollte man über ihr Ende nachdenken. Spätestens dann, wenn die letzten Überlebenden des Holocaust gestorben sind. Denn dann ist der Holocaust historisiert und seine Leugnung kein Fall mehr für den Schutz von Persönlichkeitsrechten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Bewertungen in den USA und Deutschland beleuchtet der schon einmal verlinkte &lt;a href=&quot;http://usaerklaert.wordpress.com/2006/11/22/free-speech-teil-1-warum-die-usa-holocaust-leugner-schutzen/&quot;&gt;Artikel bei &quot;USA Erklärt&quot;&lt;/a&gt;. Ich empfehle nochmals, ihn zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Wissenschaft durch § 130 StGB behindert oder seine Abschaffung überbeschäftigt würde, muss man übrigens nicht fürchten. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holocaustleugnung&amp;oldid=62057725&quot;&gt;In der Wikipedia steht zu lesen&lt;/a&gt;, dass ein Teil der Wissenschaftler dazu übergegangen ist, sich nicht mehr mit den ohnehin erlogenen &quot;Argumenten&quot; auseinanderzusetzen, sondern mit dem Phänomen Holocaustleugung an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss noch eine Portion unlustige Nörgelblogger: FIXMBR &lt;a href=&quot;http://www.fixmbr.de/klarmachen-zum-sperren&quot;&gt;wettert auf gewohnt niedrigem Niveau&lt;/a&gt; gegen die Piratenpartei, der die Bürgerrechte &lt;a href=&quot;https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm&quot;&gt;wichtiger sind als anderen Parteien&lt;/a&gt;, &lt;strong&gt;anstatt sinnvollerweise gegen Nazis&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Und unter dem Artikel &lt;a href=&quot;http://www.fixmbr.de/klarmachen-zum-sperren/#comment-36393&quot;&gt;geht die Diskussion ab&lt;/a&gt;.) 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 12 Jul 2009 01:34:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wirklichkeitsblasen und Meinungsfreiheit - Gedanken zum Fall Bodo</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/579-Wirklichkeitsblasen-und-Meinungsfreiheit-Gedanken-zum-Fall-Bodo.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Der Fall Bodo Thiesen hat für Aufsehen gesorgt. Da wird einer, der sich inakzeptabel über Juden, den Holocaust und revisionistische Literatur geäußert hat (und der mittlerweile auch nach der &lt;a href=&quot;http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Bodo_Thiesen/Distanzierung&quot;&gt;dritten Stellungnahme&lt;/a&gt; offenbar noch &lt;a href=&quot;http://ghandi.wordpress.com/2009/07/09/bodo-thiesen-versucht-seine-partei-und-seine-kritiker-auszutricksen/&quot;&gt;Polen die Schuld am zweiten Weltkrieg geben will&lt;/a&gt;) in ein Parteiamt gewählt, nachdem er, öffentlich auf den Sachverhalt angesprochen, &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=zk02Iq8SZ80&quot;&gt;patzig reagiert hat&lt;/a&gt;. Die Anwesenden mussten nach der Reaktion den Eindruck haben, es handele sich um eine alberne Verleumdungskampagne. Sie hatten nicht die Zeit zu recherchieren, und vom alten Vorstand wurden sie auch nicht richtig informiert. Dirk Hillbrecht erklärt &lt;a href=&quot;http://blog.hillbrecht.de/2009/07/09/bodo-und-die-blogs-piratenpartei-in-sturmischer-see/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; wie es zu diesen Fehlern kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodos Reaktion kann man interpretieren. Er sei ein fehlgeleiteter Querulant sagen die einen. Die anderen sehen den braunen Wolf, der sich in die Partei der Schafe einschleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktion im Netz war natürlich großartig. Meinungen, Analysen und Recherchen überschlugen sich, es wurde gezankt, abgewiegelt und kommentiert. Ich will da gar nicht mitmachen, denn ich &lt;em&gt;will eigentlich nicht politisch bloggen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mir sind zwei Phänomene aufgefallen... &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.datenritter.de/archives/579-Wirklichkeitsblasen-und-Meinungsfreiheit-Gedanken-zum-Fall-Bodo.html#extended&quot;&gt;&quot;Wirklichkeitsblasen und Meinungsfreiheit - Gedanken zum Fall Bodo&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 09 Jul 2009 19:05:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.datenritter.de/archives/579-guid.html</guid>
    
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    <title>unser Planet, unser Jahrtausend!</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/564-unser-Planet,-unser-Jahrtausend!.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <wfw:commentRss>http://blog.datenritter.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=564</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Kristian Köhntopp wird über die Talk-Runde &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/v/qxPmVrTHQxE&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&quot;Unter den Linden&quot; mit Dirk Hillbrecht und Rupert Scholz&lt;/a&gt; ein wenig emotional &lt;a href=&quot;http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html&quot;&gt;und erklärt in seinem Eintrag &quot;Falscher Planet, falsches Jahrtausend&quot;&lt;/a&gt;, warum er gewissermaßen der echteste aller Netzbürger ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ich lebe online.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Aha. (Ein ziemlich altbackenes Statement irgendwie.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rupert Scholz lebt vermutlich nicht online. Aber er lebt &lt;strong&gt;auf &lt;em&gt;diesem&lt;/em&gt; Planeten und in &lt;em&gt;diesem&lt;/em&gt; Jahrtausend&lt;/strong&gt;... &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.datenritter.de/archives/564-unser-Planet,-unser-Jahrtausend!.html#extended&quot;&gt;&quot;unser Planet, unser Jahrtausend!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 24 Jun 2009 03:53:00 +0200</pubDate>
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    <category>internet</category>
<category>juristen</category>
<category>youtube</category>

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    <title>Sind das alles Freaks? Ja.</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/552-Sind-das-alles-Freaks-Ja..html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a href=&quot;http://rz.koepke.net/?p=2865&quot;&gt;In einem aktuellen Artikel&lt;/a&gt; im &lt;em&gt;Reizzentrum&lt;/em&gt; fragt der Autor:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Computerbild hat in 01/2009 eine verkaufte Auflage von 735.717 Exemplaren (Quelle IVW). Sind das alles Freaks oder doch  Menschen die uns täglich auf der Strasse begegnen?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Wie bitte, die &lt;em&gt;Computer Bild&lt;/em&gt;? Nun, &lt;strong&gt;natürlich sind das alles Freaks&lt;/strong&gt;. (Verdammt!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar im negativen Sinne. Sie sind die &quot;Auskenner&quot;, die für Bekannte Windows installieren und &quot;geheime Tuning-Tipps&quot; anwenden, die Festplatten durch &quot;überformatieren&quot; zu löschen versuchen und hinter &quot;Desktop-Firewalls&quot; Schutz suchen. Sie saugen die &quot;heißesten Tools&quot; aus dem Netz, haben megapixeltriefende Digitalkameras aus dem Geil-Markt, halten den &quot;Farbraum&quot; aber für eine Goa-Disko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;mdash; Zitat: &quot;blasssen, pickeligen Computerfrettchen&quot; von früher, die &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd&quot; title=&quot;Wikipedia: Nerd&quot;&gt;Nerds&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;, nutzten ihr &lt;strong&gt;Hirn&lt;/strong&gt; überdurchschnittlich. Bei vielen ComputerBLÖD-Lesern darf man das wohl bezweifeln. Das Heftchen ist mir weder für die Vermittlung abstrakten Hintergrundwissens noch für seine bürgerrechtsfreundliche Linie bekannt. Umso verwunderlicher, dass die rhetorisch gemeinte Frage auch &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2009/markus-ist-schatten-innenminister/&quot;&gt;von netzpolitik.org zitiert&lt;/a&gt; wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher, es ist gut, dass die IT den Mainstream erreicht hat, dass komplizierte aber alltägliche Dinge auf das Maß der Massen heruntergebrochen werden. Doch was populär ist, wird nicht unbedingt verstanden. Der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiger_September&quot; title=&quot;Wikipedia: Ewiger September&quot;&gt;Ewige September&lt;/a&gt; gräbt Spuren in den digitalen Acker, in denen die Springer-Presse dem Tross nun dankbar hinterherfährt. Die dreiviertelmillion Computer-BILD-Leser sind keine &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geek&quot; title=&quot;Wikipedia: Geek&quot;&gt;Geeks&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; und auch keine Innenexperten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind zwar nicht mehr zu denen zu zählen, die im (wirklich großartigen) &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,628017,00.html&quot;&gt;Spiegel-Online-Artikel &lt;em&gt;&quot;Die Generation C64 schlägt zurück&quot;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; als &quot;digitale Immigranten&quot; bezeichnet werden, aber noch &amp;mdash; da bin ich Pessimist &amp;mdash; bilden sie zum Teil den Nährboden für Stoppschildpropaganda und Angstrhetorik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist da noch das nervtötende, &lt;strong&gt;verständnislose Geseier&lt;/strong&gt; von Leuten, die selbst &lt;strong&gt;keinen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64&quot; title=&quot;Wikipedia: Commodore 64&quot;&gt;C64&lt;/a&gt; hatten&lt;/strong&gt;, und finden, dass ihre Generation ganz anders heißen sollte. Da ein sarkastisches &lt;strong&gt;&quot;Ohhhh, Mitleid!&quot;&lt;/strong&gt; ihnen wohl nicht als Augenöffner reichen wird, versuchen wir es mal mit harten Fakten aus der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Commodore_64&amp;oldid=60627695&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Er gilt mit über 30 Mio. verkauften Geräten als der meistverkaufte Heimcomputer weltweit. Der C64 ermöglichte mit seiner umfangreichen Hardwareausstattung zu einem erschwinglichen Preis (erst nach einer teureren Anfangsphase) &lt;strong&gt;einer ganzen Generation&lt;/strong&gt; von Jugendlichen in den 1980er Jahren erstmals &lt;strong&gt;einen Zugang zu einem für diese Zeit leistungsstarken Rechner.&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(Hervorhebungen von mir.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Atari oder Amiga oder sowas gehabt zu haben ist &lt;strong&gt;ok&lt;/strong&gt;. Nicht in Assembler programmiert zu haben ist &lt;strong&gt;ok&lt;/strong&gt;. Auch später dazugekommen zu sein ist &lt;strong&gt;ok&lt;/strong&gt;. Aber dumme Bemerkungen über den C64 sind &lt;strong&gt;peinlich&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Commodore 64 war ein Massenphänomen der IT, die damals noch EDV hieß, und der Einstieg &lt;strong&gt;verdammt vieler&lt;/strong&gt; in eine Welt, aus der dann &lt;em&gt;später irgendwann mal&lt;/em&gt; das Internet hervorging. Peek, Poke und RS232 erlaubten den kreativen, respektlosen Umgang mit der Technik. Der Soundchip &lt;a href=&quot;http://www.c64-wiki.de/index.php/SID&quot;&gt;SID&lt;/a&gt; prägte eine eigene Stilrichtung der Musik. Undokumentierte Funktionen und wilde Hacks brachten unerwartete Grafikzaubereien hervor, in der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Demoszene&quot; title=&quot;Wikipedia: Demoszene&quot;&gt;Demoszene&lt;/a&gt; gibt es noch heute Wettbewerbe mit dem C64. (Und die Spiele waren sowieso die besten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Generation C64&quot; ist also nicht minder korrekt als &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Golf&quot; title=&quot;Wikipedia: Generation Golf&quot;&gt;&quot;Generation Golf&quot;&lt;/a&gt; &amp;mdash; zu der gehören auch die Opelfahrer. Face it.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 450px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:127 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://static.datenritter.de/kiberpipa/oldstuff.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Brotkasten&quot; und andere historische Homecomputer im &lt;a href=&quot;http://muzej.kiberpipa.org/en/&quot;&gt;Computermuseum der &quot;Kiberpipa&quot; (Cyberpipe)&lt;/a&gt; in Ljubljana, Slowenien.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 04 Jun 2009 01:52:00 +0200</pubDate>
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    <category>historisches</category>

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    <title>ein neues Verständnis von Arbeit</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/482-ein-neues-Verstaendnis-von-Arbeit.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Es ist für dieses Blog ein ungewöhnlich untechnisches Thema: Das bedingungslose Grundeinkommen. Und möglicherweise ist es volkwirtschaftlich auch nicht umsetzbar. Aber was man grundsätzlich davon hält, ist nicht so wichtig, und soll auch gerade nicht diskutiert werden. Worauf es ankommt, das sind die Details. Ich möchte daher auf einen &lt;a href=&quot;http://tim.geekheim.de/2009/02/16/das-bedingungslose-grundeinkommen/&quot;&gt;absolut lesenswerten Beitrag von Tim Pritlove&lt;/a&gt; hinweisen, der über das Grundeinkommen sinniert. Tims Ansichten über Arbeit, über den Beitrag zur Gesellschaft, über die unausweichliche Beeinflussung der &lt;em&gt;eigenen&lt;/em&gt; Lebensqualität durch die der &lt;em&gt;anderen&lt;/em&gt; sind spannend. Alles nur gestreift aber gleichzeitig gut getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer glaubt, keine Zeit für den Artikel zu haben ist doof, soll aber nicht auch noch gänzlich dumm bleiben. Daher werde ich die &amp;mdash; mit geringem Abstand &amp;mdash; besten Absätze hier zitieren:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ich definiere “Arbeit” schon immer als “Tätigkeit, die ich eigentlich nicht tun möchte”. Arbeit ist etwas, was mir nicht behagt. Nur kurze Zeit in meinem Leben war ich in Situationen, wo ich eine “Arbeit” übernommen habe und es hat jeweils nicht lange - meist wenige Wochen - gedauert und ich war auf und davon. Weil ich es einfach nicht kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tätigkeiten, die mir liegen, sind keine Arbeit. Ich habe kein gutes Wort dafür, es ist einfach das, was ich tue. Ich rolle stets mit den Augen, wenn mir z.B. Leute unterstellen, ich würde noch “arbeiten”, nur weil ich nachts in einer Bar sitze und an langen Texten, Source Code oder was auch immer tippe. “Nein”, sage ich dann immer, “ich mach doch nur…” und verstumme dann meist, weil es ja eh keiner verstehen würde.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ein Studium ist mit Grundeinkommen kein Balanceakt mehr zwischen Nebenjob und Bafögrückzahlung. Ein Kind großzuziehen ist nicht mehr mit Gefahr des Verlustes auf einen grundsätzlichen Lebensstandard verbunden. Der Lebensabend kann in Würde begangen werden. Man gewinnt Ruhe, seine Schritte im Leben zu planen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(In diesem Aspekt steckt auch ein Sicherheits-Gedanke. Sicherheit nicht nur wie in &quot;Safety&quot;, sondern auch wie in &quot;Security&quot;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Überhaupt wird es Zeit, den Ist-Zustand stärker zu hinterfragen, denn ich denke es ist offensichtlich, dass unsere Marktwirtschaft derzeit weder ausreichend sozial noch unsere Solidarität ausreichend implementiert ist.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ich glaube, dass das immer mehr Menschen tun: &lt;strong&gt;Den Ist-Zustand hinterfragen.&lt;/strong&gt; Und das ist ja dann doch wieder irgendwie technisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; Nach einer kleinen Diskussion mit jemandem aus dem Sozialwesen möchte ich denen, die über das eigentliche Thema weiter nachdenken möchten, ein paar Stichworte mit auf den Weg geben: &lt;em&gt;Eigenaktive vs. passive Menschen, Soldatensold, Motivation, Wikipedia, Altenpflege, &quot;was kommt unter dem Strich insgesamt raus&quot;, Zivildienst, FSJ, Faulheit, Kreativität, ausgetretene Pfade vs. neue Ideen&lt;/em&gt;. Da stecken viele Gedanken drin, die unabhängig von der Frage nach der volkswirtschaftlichen Realisierbarkeit einfach mal gedacht werden sollten. Aber nicht von mir hier. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 16 Feb 2009 17:53:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Linux-Netbooks werden oft zurückgegeben</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/442-Linux-Netbooks-werden-oft-zurueckgegeben.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    MSIs oberster Verkäufer Andy Tung &lt;a href=&quot;http://blog.laptopmag.com/msi-wind-coming-to-major-retailer-new-models-coming-soon&quot;&gt;erklärt in einem Interview&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Our internal research has shown that the return of netbooks is higher than regular notebooks, but the main cause of that is Linux. People would love to pay $299 or $399 but they don’t know what they get until they open the box. They start playing around with Linux and start realizing that it’s not what they are used to. They don’t want to spend time to learn it so they bring it back to the store. The return rate is at least four times higher for Linux netbooks than Windows XP netbooks.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Netbook&quot; title=&quot;Wikipedia: Netbook&quot;&gt;Netbook&lt;/a&gt; MSI Wind kommt mit einem SuSe-Linux. Mit &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ubuntu#Kubuntu&quot; title=&quot;Wikipedia: Kubuntu&quot;&gt;Kubuntu&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Debian&quot; title=&quot;Wikipedia: Debian&quot;&gt;Debian&lt;/a&gt; wären die Zahlen vielleicht anders, aber das ist Spekulation. Oder Wunschdenken. Oder beides.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Benutzerfreundlichkeit liegt es jedenfalls nicht. Immer wieder trifft man auf Zeitgenossen, die behaupten, Windows sei &quot;Standard&quot; und Linux sei &quot;nicht benutzerfreundlich genug&quot;. Beides ist falsch. Offensichtlich muss noch mehr für die Bildung der Menschheit getan werden. Dann würden sie vielleicht die Vorzüge eines Systems erkennen, das sie nicht einengt, das ehrlich zu ihnen ist und alle Informationen hergibt, die man benötigen könnte, das ihnen die Kontrolle über ihre Hardware nicht nimmt, und das ihnen nicht zuletzt die Wahl lässt, mit welcher Oberfläche sie arbeiten möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das selbstverständlich auch &lt;strong&gt;einfach zu bedienen ist&lt;/strong&gt; &amp;mdash; außer natürlich, man redet sich ein, &lt;em&gt;einfach&lt;/em&gt; sei das, was man gewohnt ist. (Es ist lediglich einfach bei Gewohntem zu &lt;em&gt;bleiben&lt;/em&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tung sagt daher auch ganz richtig: Linux ist nicht, woran die Menschen &lt;strong&gt;gewöhnt&lt;/strong&gt; sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht eines professionellen Anwenders ist das erstaunlich, denn ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/K_Desktop_Environment&quot; title=&quot;Wikipedia: K Desktop Environment&quot;&gt;KDE&lt;/a&gt; zum Beispiel ist genauso zu bedienen wie die Windows-Oberfläche. Aber es sind die vielen kleinen Details, von denen Menschen sich verwirren lassen, weil ihnen das &lt;strong&gt;abstrakte Basiswissen&lt;/strong&gt; nicht vermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden an Windows herangeführt, wie Wanderer, denen man &lt;strong&gt;einen einzigen Weg&lt;/strong&gt; erklärt hat, nicht aber, dass es viele Wege gibt, die alle in einer Landkarte beschrieben stehen. Und so treten sie täglich den selben eintönigen Marsch an, während sie sich einreden, sie würden &quot;&lt;em&gt;einfach&lt;/em&gt; nur arbeiten&quot;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Dec 2008 19:26:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.datenritter.de/archives/442-guid.html</guid>
    <category>linux</category>
<category>microsoftprodukte</category>

</item>
<item>
    <title>Notebook-Netzteile</title>
    <link>http://blog.datenritter.de/archives/100-Notebook-Netzteile.html</link>
            <category>Geschreibsel</category>
    
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    <author>nospam@example.com (datenritter)</author>
    <content:encoded>
    Wenn ein PC-Netzteil den Geist aufgibt &amp;mdash; nicht selten passiert das mit einem Funken oder Britzeln und einem Geruch, den man als &quot;irgendwie elektrisch&quot; beschreiben würde &amp;mdash; tauscht man es aus. Im Laden um die Ecke gibt es bestimmt eins, das irgendwie passt, selbst besonders leistungsstarke oder besonders leise gibt es eigentlich überall. Man selbst oder der Nachbar hat vielleicht noch ein altes rumliegen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was tut man eigentlich, wenn ein Notebook-Netzteil kaputt geht? Wer hat schon so eins in Reserve? Wer hat jemals sein Notebook-Netzteil ausgetauscht, weil es &quot;zu laut&quot; war, und das alte erstmal in den Keller geräumt? Oder mehrere Notebooks (mit zufällig identischer Versorgungsspannung und zufällig gleichem Stecker) herumstehen, die im Wechsel aufgeladen werden können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Notebooks beim Defekt einzelner Komponenten schnell zum Komplettausfall werden, ist nichts neues. Deshalb erwarten wir viel von den Herstellern unserer Hauptarbeitsgeräte. Aber es ist doch höchst ärgerlich, wenn ausgerechnet das unscheinbare schwarze Kästchen unter dem Tisch die Ursache ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab noch 43% Akku, bis später dann. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 09 Mar 2008 06:33:00 +0100</pubDate>
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    <category>hardware</category>

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